„Glück Auf“
Die Vergangenheit hat eine lange Zukunft
Willkommen auf dem Industriepfad
Sie stehen an Station 7 “Die Umformerstation“ des vom Förderverein Haus der Geschichte – Ilseder Hütte e.V. in den Jahren 2004 – 2006 geschaffenen Industriepfades. Der Industriepfad informiert Sie auf 25 Stationen auf dem Gelände der Ilseder Hütte AG, die hier in den Jahren 1860 – 1983 ein Hochofenwerk mit verschiedenen Nebenbetrieben unterhielt. Der Hochofenbetrieb wurde 1983 und die Kokerei und die Energiebetriebe als letzte der Nebenbetriebe 1995 (Werksschließung) eingestellt. An der Station 0 erhalten Sie einen Überblick über den Industriepfad mit sämtlichen Stationen.
Für den Betrieb der 1921 fertiggestellten neuen Begichtungsanlage der Hochöfen – der Elektrohängebahn – benötigte man elektrischen Gleichstrom mit einer Spannung von 110 Volt. Diese Stromart war für den Eigenantrieb der Hängebahnkübel, die den Möller und den Koks transportierten, erforderlich.
Auf ebener Strecke fuhren die Kübelwagen mit eigenen Antrieben, auf der Schrägstrecke zur 30 m hohen Gichtbühne wurden sie jeweils von einem umlaufenden Seil (wie bei einem Skilift) gezogen.
Die allgemeine Stromart für die Antriebsmotoren auf dem Hochofenwerk war 500 Volt Drehstrom. Die elektrische Energie wurde damals in der sogenannten Gaszentrale mit 10 kV Spannung durch große Gaskolbenmaschinen mit angekoppelten Dynamorädern erzeugt. Transformatoren setzten diese Spannung auf 500 Volt um.
In der Umformerstation standen Generatoren mit 500 Volt-Antriebsmotoren, die die erforderliche Spannung von 110 Volt für die Hängebahnanlage erzeugten. Der Strom ist hier „umgeformt“ worden.
Die Elektrohängebahnanlage wurde 1965 von der modernen und leistungsfähigeren Bandbegichtungsanlage abgelöst. Das Gebäude diente später der Aufbereitung von Stopfmasse für die Hochöfen sowie der Zustellung und Lagerung von „Hochofenarmaturen“.






