„Glück Auf“
Die Vergangenheit hat eine lange Zukunft
Willkommen auf dem Industriepfad
Sie stehen an Station 3 “Förderseil-Umlenkrolle Emilie-Schacht“ des vom Förderverein Haus der Geschichte – Ilseder Hütte e.V. in den Jahren 2004 – 2006 geschaffenen Industriepfades. Der Industriepfad informiert Sie auf 25 Stationen auf dem Gelände der Ilseder Hütte AG, die hier in den Jahren 1860 – 1983 ein Hochofenwerk mit verschiedenen Nebenbetrieben unterhielt. Der Hochofenbetrieb wurde 1983 und die Kokerei und die Energiebetriebe als letzte der Nebenbetriebe 1995 (Werksschließung) eingestellt. An der Station 0 erhalten Sie einen Überblick über den Industriepfad mit sämtlichen Stationen. Auf dem Emilie-Schacht in Bülten (1939 abgeteuft), dem letzten Erz-Förderschacht auf der Lagerstätte Bülten/Adenstedt, wurden die Erze aus einer Tiefe – bergmännisch „Teufe“ – von 240 m gefördert. Eine Fördermaschine mit Doppelhaspel zog die Förderkörbe mit jeweils 4,8 Tonnen Erz beladen an einem 42mm dicken Stahlseil aus der „Grube“. Diese Seilumlenkscheibe war eine der beiden im 40m hohen Förderturm montierten Seilscheiben, über die das Förderseil lief. An jedem Arbeitstag wurden auf der Anlage 1.500 Tonnen Erz gefördert. Nachdem das Grubenfeld 1976 ausgeerzt war, wurde die Schachtanlage stillgelegt. Weitere Informationen zu der Erzlagerstätte Bülten/Adenstedt und dem Erzbergbau der Ilseder Hütte gibt es am ehemaligen „Emilie-Schacht“ und im Heimat- und Bergbaumuseum in Bülten.
- Siehe auch Station 20a „Schachtanlage Emilie“








