Willkommen in der Umformerstation

Förderverein | Industriepfad | Eventlocation

Historie

Der Bau der ehemaligen Umformerstation erfolgte im Jahre 1918, um die Elektrohängebahn, welche Möller und Koks zu den Hochöfen transportierte, mit elektrischer Energie zu versorgen. Hier wurde von 1921 bis 1965 der Strom für den Antrieb der Elektrowinden zu den Erz- und Koksstrecken der Hochofenbegichtung von 10.000 Volt aus der betriebsinternen Energiegewinnung  auf 500 Volt transformiert. Der Antrieb der einzelnen Elektrohängebahnwagen geschah mit 110 Volt Gleichstrom. Dazu mussten die 500 Volt Drehstrom auf 110 Volt Gleichstrom umgeformt (transformiert) werden. Ab 1964 ersetzte die Bandbegichtung die Elektrohängebahn. Die Umformerstation wurde „entkernt“. Der Hochofenbetrieb baute 1971 in die Halle eine Mischanlage für die Stichlochstopfmasse. Diese plastische Masse wurde aus Klebsand, Koksgrus und Rohteer hergestellt und diente zum Verschließen der Stichlöcher nach Abstichende mit Hilfe einer Stopfkanone (ein Exemplar steht als Exponat auf dem Freigelände. 

Die Umformerstation befindet sich auf dem sogenannten Hochofenplateau gleich neben dem denkmalgeschützten Kugelwasserturm, dem Wahrzeichen des „Gewerbeparks Ilseder Hütte“. 

Im Mai 2011 konnte der gemeinnützige Förderverein „Haus der Geschichte – Ilseder Hütte e.V.“ das Gebäude vom Planungsverband Gewerbepark Ilseder Hütte erwerben. Die Umformerstation soll in mehreren Bauabschnitten als kleines Museum zur Präsentation der Geschichte des Unternehmens hergerichtet werden. Gleichzeitig sollen die Ausstellungsräume für Veranstaltungen, museumspädagogische Arbeit mit Schülern und Besuchergruppen sowie Vorträge oder Seminare zur Verfügung stehen.

Auf unserer Internetseite können Sie sich einen ersten Eindruck über das Gebäude, die einzelnen Ausstellungsbereiche und die Arbeit des Fördervereins verschaffen. Am besten Sie vereinbaren gleich einen Vor-Ort-Termin mit uns! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Förderverein als kollektives Gedächtnis

Der gemeinnützige Förderverein „Haus der Geschichte – Ilseder Hütte e.V.“ wurde im Jahr 2001 von ehemaligen Mitarbeitern der Ilseder Hütte und der Salzgitter AG gegründet und bildet gewissermaßen das kollektive Gedächtnis der Ilseder Hütte. Die Zeitzeugen lassen mit großem ehrenamtlichen Engagement die Geschichte der Ilseder Hütte durch Führungen entlang des Industriepfades, Vorträgen und Dokumentationen aufleben. Der Verein hat mehrere Bücher, Broschüren und Sonderpublikationen über die Ilseder Hütte herausgegeben und zahlreiche Exponate, Modelle, Filme und Videos gesammelt. Er arbeitet zusammen mit dem Kreismuseum Peine, dem Konzernarchiv der Salzgitter AG und dem Wirtschaftsarchiv Braunschweig in Wolfenbüttel. Für die Neugestaltung der Ausstellungen ist eine Kooperation mit dem Städtischen Museum Schloss Salder in Salzgitter, dem Museum, das die Geschichte der Salzgitter AG beherbergt, geplant.

Wir freuen uns, wenn Sie die ehrenamtliche Arbeit des Fördervereins unterstützen, damit wir auch in Zukunft die Erinnerung an die glanzvolle Historie der Ilseder Hütte pflegen und die Umformerstation als Museumsstandort auch in den Mittelpunkt touristischen Interesses rücken können.

Nachdem die Vereinsgründer und der aus ihrem Kreis gebildete Vorstand ‚ins zweite Glied‘ getreten bzw. bereits verstorben sind, führen jetzt den Verein:

Klaus Philipp
1. Vorsitzender
Michael Münstedt
2. Vorsitzender
Manfred Dobras
Schriftführer
Uwe Schumann
Schatzmeister

Werden Sie Mitglied im Verein oder Aktionär der Umformerstation!

Beitrittserklärung als PDF zum Download

Schmuckaktie als PDF zum Download

Ansprechpartner:
Klaus Philipp
Telefon: 01725192233
E-Mail: info@ilsederhuette.de

Führungen:

Klaus Philipp
Telefon: 01725192233

E-Mail: info@ilsederhuette.de

Tourist-Info der wito gmbh
Telefon: 05172/9492610
E-Mail: info@wito-gmbh.de

Vom Erz zum Stahl

Die Ilseder Hütte: Ein Unternehmen prägt die Region

Über ein Jahrhundert war die Ilseder Hütte der größte Arbeitgeber und das bedeutendste Wirtschaftszentrum der Region. Das Ilseder Unternehmen spielte in der Geschichte der norddeutschen Stahlindustrie eine herausragende Rolle. Von den wuchtigen Anlagen und architektonisch reizvollen Gebäuden konnte leider nur ein kleiner Teil erhalten werden.

In der Dauerausstellung „Vom Erz zum Stahl“ sind die zahlreichen Original-Exponate, das umfangreiche Fotoarchiv und die historischen Dokumente durch weitere Museumsstücke und Modelle ergänzt worden und werden zu einer professionellen Museumsumgebung zusammengefasst präsentiert. Die loftartige, 6 Meter hohe Ausstellungshalle mit ihren fast bodentiefen Sprossenfenstern wird hierfür durch insgesamt 14 Wandmodule in einzelne Themenbereiche gegliedert. Diese Struktur ermöglicht zeitliche Vor- und Rücksprünge zum Zwecke des Vergleiches und des Spannungsaufbaus. Durch die Anordnung der mobilen Wände ergeben sich interessante Raumsituationen und Blickachsen. In jedes Wandmodul sind u.a. beleuchtete Vitrinenelemente in unterschiedlichen Größen für die Präsentation von empfindlichen, wertvollen Exponaten eingebaut. Touchscreens sind möglichst direkt in Exponate integriert, um die aktivierende Schauebene und das audiovisuelle Erlebnis zu verknüpfen. Zur Vertiefung von Details werden die Wandmodule aktuell mit über QR-Codes verbundenen Informationen versehen, die mit einem Smartphone des Besuchers visuell abgerufen und oder durch aktivieren der Audiodateien auch akustisch erlebbar werden. Die mobilen Wände können an die Stirnseiten der Halle geschoben werden. Dieses flexible Konzept schafft Raum für andere Nutzungsmöglichkeiten und Sonderausstellungen.

Die Ausstellung

Ziel der Ausstellung ist zum einen, die historische Bedeutung der Ilseder Hütte für die Region und auch darüber hinaus umfassend zu dokumentieren. Zum anderen soll die bereits mit den Allgemeinbildenden Schulen der Region bestehende Kooperation in Bezug auf (museums)-pädagogische Aktivitäten ausgebaut und intensiviert werden. Es ist das Ziel, in der Umformerstation auch eine „Wissens-Werkstatt“ einzurichten, die Schulklassen im Rahmen von Prokjekttagen, Projektwochen und Kurzexkursionen zur Verfügung steht. Hier können fächerübergreifend die inhaltlichen Vorgaben der pädagogischen Rahmenrichtlinien zu den Themen „Industrielle Revolution“, „Gesellschaftlicher Wandel”, „Raumrelevante Veränderung durch Wohnsiedlungen, Industrie und Rohstoffvorkommen“ sowie „Renaturierung und Ökosysteme“ u.a. in einmaliger Weise veranschaulicht werden. Die Ausstellung ist so strukturiert, dass jeder Themenschwerpunkt über mindestens ein „Leitobjekt“ verfügt. Der jeweilige „Eyecatcher“ ist ein besonders originelles, wertvolles, seltenes oder markantes Artefakt, das auf der Schauebene neugierig machen soll. Eine Besonderheit der Ausstellung wird sein, dass den erwähnten Leitobjekten ein oder mehrere Erinnerungsstücke zugeordnet werden, die von Zeitzeugen und Ilseder Bürgerinnen und Bürgern als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt werden. Ebenso sollen Fotos gezeigt werden, auf denen markante Gegenstände unterschiedlicher Zeitepochen zu sehen sind – diese werden dann direkt neben den Abbildungen in Szene gesetzt und verleihen den Objekten eine besondere Authentizität.

Neuer Glanz in alter Hütte

Mehr als ein Jahrhundert lang wurde das Leben der Menschen im Landkreis Peine durch die Ilseder Hütte maßgeblich geprägt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Einstellung der Roheisenproduktion mit Stillsetzung der Hochöfen und der Sinteranlage im Jahre 1983 und die endgültige Schließung des Werkes mit der damit verbundenen Einstellung der Koks- und Stromproduktion im Jahre 1995 einen erheblichen Einschnitt für die Menschen in der Region bedeutete. Eine spektakuläre Ära der deutschen Eisen- und Stahlindustrie ging zu Ende. Übrig blieb in der Mitte der Ortschaften Ölsburg, Groß Ilsede und Gadenstedt ein 40 Hektar großes Stück „Niemandsland“ im Dornröschenschlaf, das den enormen wirtschaftlichen Verlust auch räumlich sicht- und begreifbar werden ließ.

140 Jahre Industriegeschichte hatten nicht nur reizvolle architektonische Spuren hinterlassen, sondern auch weniger erbauliche Altlasten wie belastetes Grundwasser und kontaminierte Böden. Viel Geld wurde deshalb in aufwändige Sanierungsverfahren für eine effektive Verbesserung des Erdreiches und des Grundwassers investiert. Nach gründlicher Sanierung präsentiert sich die größte Industriebrache Niedersachsens heute als moderner Gewerbe- und Landschaftspark mit vielen Grünflächen und einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, die sich auf den Relikten der Industrielandschaft entwickelt hat (z.B. in den Kühlturmtassen und das Arboretum).

Spurensicherung

 

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Die nachindustrielle Entwicklung der Industriefläche soll im Ausstellungbereich „Spurensicherung“ im Kellergeschoss dokumentiert werden. Auf rund 80 Quadratmetern Grundfläche werden einzelne Aspekte der Sanierung anschaulich dargestellt: Von den ersten Altlastenuntersuchungen über die Erstellung eines Sanierungskonzeptes bis hin zu technischen Details von besonderen Sanierungsverfahren oder -elementen. Auch der Rückbau von Anlagen und Gebäuden wird mit informativen Texten und spektakulären Bildern nachgezeichnet. Die Ausstellungsinhalte verteilen sich auf insgesamt 31 Grafiktafeln. Mittelpunkt der Ausstellung ist ein 5 Meter breites 3-stufiges Tribünenpodest. Hier werden die Zusammenhänge von Gebäude-, Boden- und Grundwasserbelastungen visualisiert und schichtweise einzelne Themenbereiche wie beispielsweise die Erstellung des Schadstoffkatasters, das Flächenrecycling oder das Boden- bzw. Bauschuttmanagement betrachtet. Am Ende der Ausstellung gibt es noch einen Einblick in die Flora und Fauna auf dem ehemaligen Hüttengelände. Dieser Bereich soll zu einem späteren Zeitpunkt noch erweitert werden. Denkbar ist in diesem Zusammenhang auch die Einbindung des gesamten Geländes in Form von Führungen über einen Umweltpfad (als Ergänzung zum Industriepfad). Der Ausstellungsraum ist mit Medientechnik ausgestattet und wird für Vorträge und Filmvorführungen genutzt. Das 3-stufige Podest wird dann kurzerhand zur Sitztribüne umfunktioniert.

 

Damals / Heute

Im Untergeschoss sorgen 10 großformatige Leuchtkästen für eine „loungegemäße“ Atmosphäre. Unter dem Titel „Damals/Heute“ werden jeweils ein historisches Foto und ein entsprechendes fotografisches Pendant aus der heutigen Zeit gegenübergestellt. Nach dem Memory-Prinzip findet man hier thematisch alle wichtigen Teilbereiche der Roheisenproduktion. Die dazugehörigen Bildunterschriften werden auf dem Boden platziert. Die moderne Art der Präsentation schlägt hier eine Brücke zwischen Nostalgie und aktuellen Themen rund um das Thema „Roheisen“ und „Stahl“. 

Bei Bedarf können die einzelnen hinterleuchteten Acryltafeln ausgetauscht und aktualisiert werden.

Auf den Spuren der Vergangenheit: Der Industriepfad

Das ehemalige Hüttengelände ist 40 Hektar groß, fast 20 Hektar ehemaliger Industriefläche werden heute als beliebtes Naherholungsgebiet genutzt. Nach den Plänen einer geplanten Landesgartenschau im Jahre 2006 sind zahlreiche Aussichtspunkte, Plätze, Fuß- und Radwege, Biotope und Gewässer entstanden. Allein 11 Teiche, Rückhaltebecken, Absetzbecken und Trockenbecken wurden angelegt. Die Fuhse, die am Gelände entlangfließt, wurde renaturiert,  Spundwände und Böschungen zurückgebaut und mit Brutröhren für den hier heimischen Eisvogel versehen. Mit finanzieller Unterstützung von BürgerInnen und Sponsoren ist eine Baumsammlung (Arboretum) mit inzwischen mehr 80 Bäumen aus aller Welt entstanden. Zwischen den teilweise 10 Meter hohen Eisenbahnwällen und der Fuhse hat sich ein wunderbarer Naturraum gebildet.

Um das ehemalige Industriegelände „erlebbar“ zu machen, hat der Förderverein in mehreren Jahren einen „Industriepfad“ über das gesamte Gelände angelegt. An insgesamt 25 Stationen – Gebäuden, Betriebsstätten, Exponaten – kann der Besucher etwas über das Hüttenwerk und die Arbeitswelt erfahren. Sämtliche Stationen (Glastafeln) werden aktuell mit QR-Codes ausgerüstet, so dass der Besucher die Informationen auch über das eigene Smartphone abrufen und/oder durch aktivieren der Audiodateien auch akustisch wahrnehmen kann. Zusätzlich erinnern großformatige Fotoinstallationen an die baulichen Dimensionen der ehemaligen Produktionsstätte und lassen 125 Jahre Industriegeschichte wieder lebendig werden. Einen Wegweiser zum Industriepfad finden Sie hier auf unserer Homepage zu den Stationen 0 – 20a.   

Informationen zu den einzelnen Stationen können Sie hier als pdf kostenlos herunterladen. Wir empfehlen zusätzlich die Benutzung unseres eigenen neuen Planes, da die neue Broschüre nicht mehr alle Glastafeln beinhaltet.

Eventlocation

Die Umformerstation bietet nicht nur Raum für fast 140 Jahre Industriegeschichte. Sie dient bei Bedarf auch als rau-charmante Kulisse für Business-Veranstaltungen, Ausstellungen oder private Feierlichkeiten. Zusammen mit dem denkmalgeschützten Kugelwasserturm nebenan bildet das industrielle loftartige Gebäude ein einmaliges städtebauliches Ensemble. Gern Informieren wir Sie persönlich über unsere Mietkonditionen und weitere Details!

Sie können für private und betriebliche Veranstaltungen die Umformerstation bei uns und auch bei der FAIRWORX Event GmbH buchen, mit der eine Kooperation besteht, insbesondere wenn Sie besondere Ansprüche an die Ausstattung der Location haben.

 

Ansprechpartner:

Förderverein Haus der Geschichte Ilseder Hütte e.V.
Herr Klaus Philipp
Tel.: +49 172 5192233
E-Mail: info@ilsederhuette.de

FAIRWORX Event GmbH
Marktstr. 11, 31246 Ilsede
www.FAIRWORX.de | www.FAIR-leihen.de
Frau Katja Karl
Tel.:05174/8008-0
E-Mail: katja.karl@fairworx.de

Demnächst in der Umformerstation

Öffnungszeiten:

Jeden ersten Mittwoch im Monat von April bis Oktober ist die Ausstellung zur Geschichte der Ilseder Hütte in der Umformerstation (neben dem Kugelwasserturm) von 15 – 18 Uhr für Besucher geöffnet.  Der Eintritt ist frei.
 

 

Aktuelle Termine/Veranstaltungen:
So, 19.09.2026: Tags des offenen Denkmals
Mi, xx.xx.2026: Eröffnung